Distanz und Motivation: Arbeit als Fernbeziehung!

Distanz und Motivation: Arbeit als Fernbeziehung!

Immer wieder werde ich gefragt, wie Führung und Motivation von Mitarbeitern, die im Homeoffice sind gehen kann. Der Zwang zur Distanz, der uns durch diese besondere Zeit aufgebürdete wird, schafft ein neues Level an Unsicherheit für Führungspersönlichkeiten und ihre Mitarbeiter. Wie kann ich wirkungsvoll sein, wenn ich keinen direkten Kontakt zu meinen Mitarbeitern habe? Was muss ich ändern an meiner Führungsweise? Wie kann ich sicher stellen, dass meine Mitarbeiter auch im Homeoffice gut arbeiten und wir als Team die geforderte Leistung erbringen? Woher kann ich überhaupt wissen wie wirkungsvoll ich als Führungskraft bin? Das sind typische Fragen, die ich von Führungskräften gestellt bekomme. Und dazu kommen noch Fragen wie ich meinen Mitarbeitern beistehen kann, wenn durch die herausfordernde Situation negative Gefühle an Bedeutung gewinnen, wie etwa unterschiedliche Facetten von Angst oder Gefühle wie der Einsamkeit und des „sich alleine gelassen Fühlens“.

Die gute Nachricht ist: es ist möglich! Und ich will gar nicht die Herausforderungen und Nachteile von Arbeiten auf Distanz kleinreden. Wir Menschen sind soziale Wesen und Kontakt und Verbundenheit sind wichtig, auch der direkte Kontakt. Nicht umsonst gibt es in unserem Kulturkreis den Handschlag als vertrauensbildende Maßnahme. Aber ich schweife ab. Wie können wir nun auf Abstand als Team gut und motiviert zusammen arbeiten und als Führungskraft wirksam sein?

Die Lösung liegt in zwei Begriffen: Verbundenheit und ein klares, gemeinsames „Wofür“.

Nur ein Team, das eingeschworen ist auf ein klares gemeinsames Ziel kann auch motiviert arbeiten und seine Ziele erreichen. Dabei sollte dieses Ziel deutlich machen wofür genau das Team arbeitet, also was nach Erreichen des Ergebnisses für wen anders sein soll und welcher Nutzen sich für denjenigen daraus ergibt. 

Das Thema Verbundenheit rückt in einem virtuellen Arbeitsumfeld noch mehr in den Mittelpunkt. Oder anders gesagt wirkt die Distanz wie eine Lupe, die vorhandene Defizite im Bereich der Verbundenheit vergrößert, so dass sie nicht mehr ignoriert werden können, ohne sich deutlich negativ auf die Arbeitsergebnisse auszuwirken. Ist das überhaupt möglich auf Distanz? Aber sicher. Wir alle kennen doch mindestens eine Beziehung, die sich aus einer Fernbeziehung entwickelt hat. Auch hier wurde ganz wesentliche Verbindungs-Aufbauarbeit auf Distanz geleistet. Und auch hier sind zwei Ebenen wesentlich: Einerseits das sich mit seinen eigenen Motivatoren und Erwartungen Auseinandersetzen und andererseits die aktive Gestaltung der Zusammenarbeit: wie kommunizieren wir am besten? Wie passen unsere individuellen Motivationen und Erwartungen zusammen? Was ist unser gemeinsames Ziel?

Führungspersönlichkeiten, die mit Ihren Teams diesen Weg gehen, werden belohnt werden dadurch, dass alle Beteiligten in Verbindung und produktiv sind, inspiriert und innovativ arbeiten können, damit sie ihr Unternehmen in diesen Zeiten des Wandels so effektiv wie möglich unterstützen und gemeinsame Erfolge feiern können.

Sind Sie bereit dafür?

Herzliche Grüße, Ihre Julia Reichhart

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